Vertiefte Einblicke ins Mysterium Whisky

Whisky-Wissen

Von Dr. Heinz Weinberger

Whisky oder Whiskey, je nach Herkunft oder tradierter Schreibweise, ist ein faszinierender Genuss. Wer je damit in Berührung kam und von dieser ureigenen Faszination gepackt wurde, kommt selten wieder davon los. Mir selbst ist es so ergangen, vor nun schon über 25 Jahren, so wie vielen anderen unter den Lesern dieses Guides vermutlich auch. Jeder prägt diese Begeisterung anders aus. Bei mir kam eine Besonderheit hinzu. Ich bin promovierter Chemiker. So manches an dem Mysterium vom so gern als Wasser des Lebens bezeichneten Whisky wollte ich folglich chemisch tiefer durchdringen. Das kann man tun, muss es aber nicht. Trotzdem ergaben sich derart Einsichten und Erklärungen, die für andere wie ein Buch mit sieben Siegeln erschienen oder gar in der Liebhaberszene mit Mythen und Legenden umrankt wurden. So etwas kitzelt einen Wissenschaftler erst recht.

Zusammen mit dem Begründer und Autor dieses Guides entstand daraus die Idee, in dem von ihm zugleich betreuten Magazin „Der Whisky-Botschafter“ dazu eine zweiseitige Rubrik mit dem Titel „WhiskyWissen“ zu begründen. Ich empfand das eine schöne Herausforderung: Chemisches Know-how so zu vermitteln, dass es klärt und aufklärt, aber auch von Laien verstanden werden kann. Das ist nicht immer leicht. Wir beide, Heinfried Tacke sowie auch ich, freuen uns sehr über die überaus positive Resonanz der Leser zu dieser Neuerung. Für die Neuausgabe des Whisky Guide 2021 waren wir uns schnell einig, daraus ein kleines „Best of“ aufzubereiten, das nun folgt. In sieben Schritten und kleinen wissenschaftlichen Häppchen geht es vertiefend durch die auch chemische Wunderwelt der goldenen Tropfen. So einfach und durch und durch natürlich das schottische Nationalgetränk als maßgeblicher Ursprung für alle anderen Whiskys auch ist, birgt es chemisch teils sehr komplexe, dennoch hoch faszinierende Einsichten, an die wir bzw. ich Sie gern teilhaben lassen möchte(n).

Was Sie schon immer über Alkohol wissen wollten…

Was Sie schon immer über Alkohol wissen wollten…

Vermutlich schon seit Menschengedenken wurde Alkohol hergestellt und getrunken. Erste Belege aus China für ein fermentiertes Getränk aus Reis, Honig und Früchten werden auf ca. 7.000 bis 6.600 vor Christus datiert. Alkoholische Getränke bilden sogar oft einen Mittelpunkt bei vielen der uns bekannten Kulturen. Doch woher kommt eigentlich der Name Alkohol? Wie entstand dieses Wort überhaupt?
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Ester – Die (heimlichen) Stars des Whiskys

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Viele Whiskys weisen eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Fruchtigkeit auf. Fruchtige Noten sind eine der am einfachsten zu erkennenden Geruchs- und Geschmacksrichtungen.
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Wie aus Stärke Zucker wird

Wie aus Stärke Zucker wird

Stärke ist in der Pflanzenwelt ein weit verbreitetes, organisches Produkt und z. B. in Gerste mit ca. 60 % vorhanden. Sie ist ein Vielfachzucker mit dem Grundbaustein Glucose.
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Not macht Hefe erfinderisch!

Den Teil der Whiskyproduktion, bei dem Zucker in Ethanol umgewandelt wird, nennt man Fermentation (lat. fermentum = Gärung).
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Warum einmal nicht ausreicht!

Warum einmal nicht ausreicht!

Nach der alkoholischen Gärung wird die erhaltene, leicht alkoholische Wash in kupfernen Brennblasen, den Pot Stills, destilliert. Die beiden Hauptkomponenten – Wasser und Ethanol – dominieren dabei den Destillationsprozess.
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Was passiert, wenn Spirit auf Kupfer trifft

Was passiert, wenn Spirit auf Kupfer trifft

Die in den Brennereien verwendeten Brennblasen zur Destillation bestehen nahezu ausschließlich aus Kupfer. Das chemische Element Kupfer (lat. Cuprum) steht mit dem Symbol Cu in der ersten Nebengruppe des Periodensystems an insgesamt 29. Stelle.
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Wie die Engel ihren Anteil holen

Heutzutage ist jedem, der sich mit Whisky beschäftigt, der Begriff Angel’s Share geläufig. Damit bezeichnet man den Volumenverlust von Flüssigkeit aus einem Whiskyfass, hervorgerufen durch Verdunstung.
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Reine Kosmetik oder Geschmackseinbuße?

In seinem natürlichen Zustand neigt Whisky dazu, einen Schleier zu bilden und trübe zu werden. Mit der Zeit können sogar leichte Sedimente auftreten, die sich auf dem Flaschenboden absetzen.
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